Das Kurwesen

1823 wurde die erste Badesaison im Hermannsbad (Badepark) mit 150 Kurgästen und Initiatoren eröffnet. Besitzer der Badeanlagen war Fürst Ludwig Heinrich Hermann von Pückler-Muskau. Die Kurgäste waren in den Gebäuden des Alaunmagazines (Bergbau) untergebracht. In den Folgejahren erfolgte der Bau eines Kurhauses und die vorhandene Eisenvitriolquelle erhielt die Bezeichnung "Hermannsquelle".

Im Jahr 1881 erhielt die Stadt den Titel "Bad". Das Kurwesen entwickelte sich zum Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor.

Im Jahr 1930 verlor der Badebetrieb allerdings an Bedeutung und wurde ganz eingestellt.

Die Behandlungen mit natürlichen Heilmitteln wurden in dem 1914 eröffneten Privatsanatorium "Berghaus Dr. Halter" fortgeführt.

Im Mai 1950 wurde der Kurbetrieb im zum Sanatorium umgebauten Kavalierhaus wieder aufgenommen.

Die Bedeutung der Stadt als Kur- und Erholungsort wurde 1961 durch die Zusatzbezeichnung "Bad" und 1967 durch die Prädikatisierung als staatlich anerkannter Kurort auf der Grundlage der Kurortverordnung der DDR wieder belebt. Im Jahr 1986 wurde im Bergpark ein Kindersanatorium errichtet.

Zum Anfang des Jahres 1996 musste die Kinderkureinrichtung gesschlossen werden. Die Stadt Bad Muskau übernahm den Kurbetrieb in beiden Häusern als Reha-Klinik vom Freistaat Sachsen in ihre Trägerschaft.

1997 erhielt die Stadt Bad Muskau die Anerkennung als staatlich anerkannter Kurort mit Bestandsschutz bis zum Jahr 2005.

Die Stadt Bad Muskau musste zum Ende des Jahres 1997 den Kurbetrieb aus wirtschaftlichen Gründen einstellen und den Eigenbetrieb schließen. 

Ab 1998 bis 2009 wird das ehemalige Kavalierhaus im Schlosspark als Therapeutisches Zentrum Moorbad Bad Muskau GmbH geführt. Das Gebäude beherbergt das Kurmittelhaus mit angeschlossenem Kurhotel und Gaststätte. 

Die Aufsuchung der Thermalsole im Jahr 2000 wurde durch ein Privatunternehmen erfolgreich vorangebracht. Damit erschließt die Solebohrung ein weiteres ortsgebundenes Heilmittel.

Nach dem "Sächsischen Gesetz über die Staatliche Anerkennung von Kur- und Erholungsorten im Freistaat Sachsen" wurde die Stadt Bad Muskau am 03.05.2005 durch das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit als „Ort mit Moorkurbetrieb“ anerkannt.

Ende des Jahres 2009 wird der Kurbetrieb im Therapeutischen Zentrum Moorbad Bad Muskau (ehemaliges Kavalierhaus) im alten Haus eingestellt. Am Markt entsteht unterdessen ein neues 4 Sterne Hotel, das "Kulturhotel Fürst Pückler Park". Die alten Betreiber gründen eine Betreibergesellschaft und eröffnen im November das neue Kurhaus. Das Haus bietet ambulante Badekuren, zertifizierte Wellness- und Präventionsangebote, Privatkuren, Gesundheits- und Wellnesswochen, Wochenendangebote und Verwöhntage an.

Die Landesdirektion Dresden erkennt 2010 das Grundwasser aus der Bohrung "Hy Bad Muskau 1/2000" als Heilquelle staatlich an.

Der Landkreis Görlitz erwirbt vom Freistaat Sachsen die Rechte an der Solethermalquelle Bad Muskaus. Das Kulturhotel nutzt diese bereits zum Teil mittels modernster Technik. 

www.kulturhotel-fuerst-pueckler-park.de
Das neue "Kulturhotel Fürst Pückler Park" am Markt
Das Stadtwappen der Kurstadt,
der "Wilde Mann"

Bad Muskau Touristik GmbH  | info@badmuskau.info